
Unsichtbarkeit ist meine Wahl
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Mein Herz kennt zwei Arten von Tagen. Es gibt Tage, an denen ich mit weit geöffneten Augen durch die Straßen gehe, neugierig, fröhlich und aufgeschlossen.
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Category
i am dee
Date
23/07/2021
Length
2 min read
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An solchen Tagen sehe ich fast alles und jeden um mich herum, Männer, Frauen, Junge, Alte. An solchen Tagen mache ich Menschen, die mir auffallen, Komplimente. Ich plaudere mit einem Fremden und flirte mit dem Briefträger. An solchen Tagen lächle ich die Welt an, und die Welt lächelt zurück.
Dann gibt es meine eher zurückgezogenen Tage, an denen ich die Straße entlanggehe mit weit geschlossenen Augen. An solchen Tagen möchte ich einfach nicht gesehen werden. Das sind die Tage, an denen ich mich wohlfühle, unsichtbar zu sein, es ist wie im „Privatmodus“. Ich möchte die Welt nicht ansehen, und ich möchte nicht, dass die Welt mich ansieht. Ich habe keine besondere Vorliebe für einen Modus. Es hängt ganz davon ab, wie ich morgens aufwache. Ich fühle mich mit beiden Seiten von mir wohl und erlaube mir, die Version von mir zu sein, die ich gerade sein möchte.
Obwohl die extrovertierte Seite viel mehr Spaß macht, hat auch meine introvertierte Seite ein Recht zu bestehen. Manchmal wache ich in einem bestimmten Modus auf, der sich im Laufe des Tages ändert, meist öfter von sichtbar zu unsichtbar als umgekehrt. Aber es gibt auch Tage, an denen es genau andersherum ist. Das gibt mir die Gewissheit, dass es eine Wahl ist, der Welt mit offenem Blick und Zuversicht zu begegnen. Oder eben nicht (wenn ich es vorziehe), denn es kann auch befreiend sein, unauffällig umherzugehen, solange es eine persönliche Entscheidung ist.
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„Das Auge wählt, was es sehen möchte. Ich liebe den Satz: ‚Du bist nicht unsichtbar; sie sind blind.‘ Ich denke, wir müssen lernen, uns selbst anders zu betrachten. Und auch andere.“
AndBloom











